Mein letzter Friedenslauf als Friedenslauf- Frau – Lehrerin in Notre Dame de Sion! 

Liebe Kinder, liebe Eltern und Großeltern, liebe Pädagog*innen! 

Renate Thierer – Orellana Cruz und ich bereiteten, am Donnerstag vor dem Friedens-lauf am 4. April 2026 in unserem wunderschönen Schulgarten, alles für das kommende Ereignis vor. Dabei musste uns jemand die ganze Zeit beobachtet haben. Denn am frühen Abend, wir waren schon ziemlich erschöpft und müde, vernahmen wir plötzlich recht laute Flügelschläge und als wir durch die zartgrünen Wipfel der Bäume blickten, trauten wir unseren Augen kaum. Vier Enten überflogen unser Gebiet und schnatterten dabei unentwegt und aufgeregt durcheinander. 

Wir beide wunderten uns sehr über die unerwarteten Gäste und vermuteten, dass sie auf der Suche nach Wasser und einer geeigneten Schwimm- und Futtermöglichkeit Ausschau hielten. In Wirklichkeit konnten wir sie aber nicht verstehen. Kurz bevor wir uns auf den Heimweg begaben, entdeckten wir im Zieleinlauf einen der vier Schwimmvögel. Er schien der Neugierigste unter allen zu sein. Erpel Wullewulle war zuerst etwas schüchtern und ängstlich, beruhigte sich aber schnell, als er herausfand, dass er uns friedvollen Menschen vertrauen konnte. Ab diesem Zeitpunkt wurden wir mit Fragen gelöchert. Begeistert hörte er uns zu, als wir ihm von unserem Projekt, dem Entwicklungshilfeklub und dem „Österreichischen Friedenslauf" erzählten. „Eine großartige Sache!", schnatterte er erfreut, „so viele Menschen auf der Welt brauchen Hilfe und wollen Frieden, ich hoffe, ihr setzt euch auch weiterhin so für eure Mitmenschen ein! Mit jedem guten Gedanken, mit jedem lieben Wort, mit jeder guten Tat und vor allem mit eurer Teilnahme am Friedenslauf wird die Welt immer ein bisschen besser. Gebt niemals die Hoffnung auf, dass auf unserer schönen Erde doch wieder einmal alle Menschen in Frieden miteinander und nebeneinander leben und lachen können." 

So sprach Wullewulle und so wie wir kleinen und großen Menschen in Notre Dame de Sion anscheinend sein Herz berührten, berührte der schöne Erpel mit seinen Worten auch unsere Herzen.  

Diese wichtige Friedensbotschaft wollen wir euch unbedingt auf diesem Wege weitergeben und damit verabschiede ich mich nach 21 Jahren als Friedenslauf – Frau – Lehrerin in Notre Dame und schließe mit den Worten „Ente gut, alles gut!". Ein riesengroßes Dankeschön für eure Teilnahme mit 6 419 Runden oder anders gesagt mit 2 246km 650 m, euer Engagement und eure Spenden, deren Endergebnis wir ja noch nicht wissen. Das wird noch spannend. 

Im Jahresbericht werdet ihr dann unser endgültiges Spendenergebnis erfahren und auch, wie vielen Flüchtlingskindern wir im Libanon damit weiterhelfen können.  

In ihrem Namen möchte ich mich auch schon im Vorhinein recht herzlich bedanken. 

Viele liebe friedvolle Grüße 

                                                               Eure Barbara Olbrich